Wir lassen etwas von uns zurück, wenn wir einen Ort verlassen. Wir bleiben dort, ob gleich wir wegfahren, und es gibt Dinge an uns, die wir nur dadurch wiederfinden können, dass wir dorthin zurückkehren. Wir reisen zu uns selbst, wenn uns das Monotone klopfen der Räder einen Ort entgegenträgt, wo wir eine wegstrecke unseres Lebens zurückgelegt haben. Wie kurz sie auch sein mag. Aber wenn wir zu uns selbst reisen, müssen wir uns unserer Einsamkeit stellen. Ist es nicht so das alles was wir tun aus Angst vor Einsamkeit getan wird? Ist es nicht deswegen, dass wir auf all diese Dinge verzichten, die wir am ende bereuen werden? Ist es am ende eine frage des selbstbilds, der bestimmenden vorstellung die man sich vor lange Zeit davon gemacht hat was man geleistet und erlebt haben müsste, damit es das Leben würde den man zustimmen könnte? Die Angst vor dem Tod, als die Angst vor dem unerfüllten, lege dann ganz in meiner Hand. Denn ich bin es ja der das Bild vom eigenen Leben entwirft. Wenn die gewissheit über uns herein bricht, dass sie nie mehr zu erreichen sein wird, diese ganzheit, so wissen wir plötzlich nicht mehr, wie wir die Zeit, die nun nicht mehr gelebt werden kann, Leben sollen. #nachtzugnachlissabon
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